So wenig wie möglich für wichtige und notwendige Dinge ausgeben, das ist das Ziel von vielen. Wichtig und notwendig, ja sogar gesetzlich vorgeschrieben in Deutschland, ist die Krankenversicherung. Die meisten sind gesetzlich versichert, doch wenn man sich die Beitragssätze ansieht und dann noch die Zusatzbeiträge der Kassen berücksichtigt, dann stößt das mittlerweile an die Grenzen vieler Versicherten. Die meisten jedoch haben gar keine andere Chance, als sich gesetzlich zu versichern. Wer Arbeitnehmer ist und unter einer Jahresarbeitsentgeltgrenze von 49.500 Euro liegt, der muss sich gesetzlich versichern. Liegt man darüber, dann hat man allerdings die Wahl und kann in eine private Krankenversicherung wechseln. Ebenso wie Beamte, Selbstständige und Freiberufler – auch sie können wählen. Ob die Versicherung in der PKV nun günstiger kommt, als in der GKV, das muss individuell festgestellt werden.
Eine private Krankenversicherung kann sich lohnen, muss aber nicht
Wer aufmerksam durch das Internet streift, der wird immer wieder über private Krankenversicherungen stolpern, die einem unwiderstehliche Angebote machen. Gehört man einer Berufsgruppe an, die die freie Wahl hat, sollte man einen Vergleich durchführen, um festzustellen, dass die Versicherung in der PKV auch tatsächlich günstiger kommt. Bei der gesetzlichen Kasse ist es einfach. Hier zahlt man 8,2% seines monatlichen Bruttogehalts in die Krankenkasse ein. Damit hat man den Basistarif. Weitere Zusatzversicherungen sind möglich. Bei der privaten Krankenversicherung richtet sich der Beitrag dagegen nicht nach der Höhe des Einkommens, sondern nach Geschlecht, Alter, Berufsgruppe und Gesundheitszustand.
Ist man älter, zahlt man mehr. Ist man eine Frau, zahlt man mehr. Ist man krank, zahlt man mehr oder es werden Leistungen ausgeschlossen. Und auch wer einen Beruf mit einem hohen Risiko hat, der zahlt einen höheren Beitrag. Auch wenn sich das nun so anhören mag, dass die privaten Kassen auch nicht gerade günstig sind, ist dem nicht so. In den meisten Fällen wird man bei einer privaten Krankenversicherung niedrigere Beiträge bezahlen, als bei der gesetzlichen, vor allem dann, wenn man zu den Besserverdienenden gehört. Es sollte aber auch niemand auf die Idee kommen, bei den Gesundheitsfragen zu schummeln, denn das kann böse enden und teuer werden. Vergleichen ist hier das einzig richtige und zeigt einem schnell, ob man gesetzlich oder privat besser fährt.