In der Regel richten sich die meisten so genannten Direkt- oder Onlinebanken mit ihren Produkten an Privatkunden, wobei es mittlerweile einige Produkte gibt, welche auch für Geschäftskunden infrage kommen. Grundsätzlich sollte jeder Unternehmer ein Firmenkonto besitzen, denn nur so kann er seine privaten von den geschäftlichen Zahlungen trennen. Weiterhin erleichtert ein separates Firmenkonto die Buchführung und bei einer eventuellen Betriebsprüfung durch das Finanzamt, müssen nicht zeitgleich auch die privaten Finanzen offengelegt werden. Ein weiterer Grund für ein solches Konto liegt darin, dass die meisten Banken den geschäftlichen Zahlungsverkehr auf einem Privatkonto nur eingeschränkt oder gar nicht dulden.
Postbank
Selbständige, Freiberufler, Handwerker, Gewerbetreibende und kleine Unternehmen können hier ein Geschäftskonto eröffnen, welches auf den Namen des Unternehmens geführt werden kann, auch wenn es sich hierbei um keine Firma nach dem Handelsgesetz handelt.
Die Postbank bietet ein pauschales Kontoführungsentgelt an, welches vom durchschnittlichen Habensaldo abhängig ist. In diesem Entgelt sind zehn beleglose Buchungen, 5 Bareinzahlungen monatlich, das Einrichten und Löschen von Daueraufträgen, Online- und Telefonbanking und die Bankkarte mit ihren Funktionen enthalten, sowie die Nutzung des Kontoauszugdruckers.
Deutsche Bank
Bei der Deutschen Bank bekommt der Geschäftskunde gleich vier Girokontenmodelle angeboten, wobei eine Eröffnung sowohl für Unternehmen mit Handelsregistereintrag als auch für Unternehmen ohne Handelsregistereintrag möglich ist.
Die verschiedenen Konten unterscheiden sich vor allem in den Buchungsgebühren, der Kartenausstattung und den zusätzlichen Serviceleistungen. Das „db Business Aktiv-Konto“ weist den niedrigsten Grundpreis auf, wobei dieser bereits ab einem durchschnittlichen Habensaldo von 5.000 Euro entfällt. Speziell für die Nutzer von Telefon- und Onlinebanking eignet sich dieses Konto, vorausgesetzt die Zahl der Buchungsposten bleibt überschaubar.
Commerzbank
Für ihre Onlinenutzer bietet die Commerzbank das „Business-Aktiv-Konto“, welches auch von Unternehmen ohne Handelsregistereintrag eröffnet werden kann. Diese Bank wirbt grundsätzlich mit attraktiven Konditionen, so gelten zum Beispiel bis Ende März 2012 so genannte Kennenlernen Konditionen, was bedeutet, dass der monatliche Kontoführungspreis für die ersten sechs Monate entfällt und die Gebühr für die Bankkarte sogar für zwölf Monate. Weiterhin kann sich jeder Neukunde ein Willkommensgeschenk in Form einer Sachprämie auswählen.
Deutsche Kredit Bank
Freiberuflern steht für ihre geschäftlichen Zwecke das „DKB-Business Konto“ zur Verfügung, welches ausschließlich für selbständige Ärzte, Zahnärzte, Hausverwalter, Notare, Apotheker, Rechtsanwälte, Insolvenzverwalter, Steuerberater, vereidigte Buchprüfer, Wirtschaftsprüfer und öffentlich bestellte Vermessungsingenieure erlaubt ist.
Die Konditionen ähneln einem Konto für Privatkunden, denn unter anderem entfällt eine Kontoführungsgebühr und weiterhin ist eine Bankkarte und eine VISA Card beitragsfrei enthalten.
Deutsche Skat Bank
Bei dieser Bank kann das so genannte Business Konto eröffnet werden, wobei eine Eröffnung sowohl für Unternehmen mit Handelsregistereintrag als auch für Unternehmen ohne Handelsregistereintrag möglich ist. Grundsätzlich ist es jedoch für registerpflichtige Personenhandelsgesellschaften und Kapitalgesellschaften vor der Eintragung ins Handelsregister nicht gestattet, ein Konto zu eröffnen. Allerdings gibt es sowohl für Freiberufler als auch für Gesellschaften, welche in der Rechtsform einer englischen Limited oder einer deutschen Unternehmergesellschaft firmieren, ein gesonderten Kontomodell.
Die Konten der Deutschen Skat Bank werden ausschließlich online geführt, wobei die Kontoführung kostenfrei ist, aber die einzelnen Buchungen berechnet werden.